Diese Nachricht beherrscht 1914 die Golfwelt.
Die Golfwelt ist in Aufruhr. Der neue eiserne Golfschaft, von einigen als moderne Erfindung gefeiert und von anderen als direkte Bedrohung für den Charakter des Spiels gesehen, wird von den Golfautoritäten vorerst nicht zugelassen.
Während der Hickory-Schaft seit Jahren für Gefühl, Tradition und Handwerkskunst steht, tritt nun eine neue Generation von Spielern und Herstellern mit einem Schaft aus Stahl auf den Plan. Befürworter sagen, er sei stärker, konstanter und weniger abhängig von knappem Holz. Gegner befürchten, dass das Spiel dadurch seinen natürlichen Charakter verliert.
Die Regelinstanzen entscheiden sich vorerst für Vorsicht. Golf soll Golf bleiben, so die Überlegung. Neue Materialien dürfen das Spiel nicht verändern, bevor klar ist, welche Folgen sie für Balance, Gefühl und Fairness haben.
Doch es gibt auch eine andere Sichtweise. Denn wenn der eiserne Schaft keinen unfairen Vorteil verschafft, sondern vor allem langlebiger und praktischer ist, warum sollten Golfer dann nicht vom Fortschritt profitieren dürfen?
Im April 1924 legalisierte die USGA Stahlschäfte. The R&A folgte erst im September 1929.
Regelinstanzen laufen Entwicklungen häufiger hinterher. Der ShaftSaverPro hat keinen Einfluss auf den Ballflug und verschafft Spielern keinen Vorteil. Er ist lediglich ein schützendes Element. Gerade der nachhaltige Charakter und der verantwortungsvolle Umgang mit dem eigenen Material sollten Grund genug sein, die Regeln erneut zu prüfen.
Heute noch verboten. Morgen vielleicht der neue Standard.


