Investition von Tausenden Euro
Als Golfer investierst du oft Tausende von Euro in deine Ausrüstung. Besonders moderne Graphitschäfte sind technologische Meisterwerke, haben aber eine Schwachstelle: Verschleiß an der Stelle, an der der Schaft das Golfbag berührt. Durch das ständige Scheuern an der Facheinteilung deines Golfbags entstehen irreparable Schäden am Schaft, und der Schläger kann sogar brechen.
Mit dem ShaftSaverPro wurde eine logische und nachhaltige Lösung in Form einer 1,5 mm dicken Opferschicht gefunden, die den Schaden abfängt. Doch nach einer ausführlichen Korrespondenz mit der R&A (den Hütern der Golfregeln) in St. Andrews stoßen wir auf eine bürokratische Mauer.
Der Kern des Problems: Die 12-Zoll-Regel
Die R&A ist eindeutig. Ein Schaft muss „smooth“ sein. Alles, was du innerhalb von 12 Zoll (ca. 30 cm) vom Schlägerkopf am Schaft befestigst, macht den Schläger offiziell „non-conforming“. Den Regelhütern ist es egal, dass der ShaftSaverPro:
- Den Ballflug nicht spürbar beeinflusst.
- Keine Hilfe beim Ausrichten bietet.
- Rein dazu gedacht ist, Schäden an kostbarem Material zu verhindern.
Klebeband ist erlaubt, Nachhaltigkeit nicht
In der Kommunikation kam ein bemerkenswertes Paradoxon zum Vorschein. Laut den technischen Spezifikationen ist das Aufkleben von Tape auf den Schaft als Schutz durchaus erlaubt. Warum? Weil Tape der Form des Schafts folgt und seit Jahrzehnten akzeptiert ist. Damit erkennen sie das Verschleißproblem an.
Sobald eine Lösung jedoch langlebiger, effektiver oder dicker wird als ein einfaches Stück Klebeband, wird sie als „External Attachment“ eingestuft. Nach dem Buchstaben des Gesetzes muss dies entfernt werden, bevor du einen Schlag ausführst. Wir haben uns dafür entschieden, den ShaftSaverPro auf den Schaft zu kleben, da der zusätzliche Handgriff – das Entfernen eines Gegenstands – den Golfprozess stört.
Wer kontrolliert das eigentlich?
Obwohl die Regeln streng sind, wirft dies in der Praxis Fragen auf. Der ShaftSaverPro hat keinerlei spürbaren Einfluss auf dein Spiel oder den Ballflug. Man kann sich also fragen, wer während eines Turniers ein Schutzelement kontrolliert, das rein dem Erhalt deines Materials dient. Wir golfen für unser Vergnügen und wollen dabei unser Material schonen.
Inzwischen gibt es Golfer, die sich dazu entscheiden, Turniere mit dem ShaftSaverPro auf ihren Schlägern zu spielen. Sie ziehen den Erhalt ihrer kostbaren Schäfte einer theoretischen Regel vor. Aber Achtung: Dies geschieht immer auf eigenes Risiko. Wenn ein strenger Paragrafenreiter ein Problem daraus macht, hast du offiziell die Regeln nicht auf deiner Seite und kannst disqualifiziert werden.
Hast du nun wirklich das wichtigste Turnier des Jahres vor dir und die Chance, die Clubmeisterschaften zu gewinnen, kannst du den ShaftSaverPro einfach innerhalb von 1 Minute entfernen. Das Anbringen dauert etwa 2 Minuten, aber dann benötigst du neues doppelseitiges Klebeband, das du im Webshop bestellen kannst.
Fazit
Die Regelhüter geben an, dass sie die Regeln nicht anpassen werden, da „Schaftschutz“ kein allgemein anerkanntes Problem sei. Das ist eine interessante Behauptung in einer Zeit, in der Golfer mehr denn je für empfindliches, hochwertiges Material ausgeben.
Wir kämpfen weiter für eine logischere Politik. Bis dahin liegt die Wahl bei dir: Entscheidest du dich für den Buchstaben des Gesetzes oder für die Lebensdauer deiner Schläger?



